Bagatellschaden

Beim sog. Bagatellschaden werden die Kosten für das Gutachten nicht erstattet.
Eine starre Grenze, wie hoch der Schaden sein muss, damit KEIN BAGATELLSCHADEN vorliegt, wurde nicht gezogen, da die Höhe des Schadens dem Geschädigten bei Beauftragung nicht bekannt war. Allerdings müsste man in einem Gerichtsverfahren  darlegen, warum der Geschädigte von einem über der Bagatellgrenze liegenden Schadensumfang ausgehen musste.“
Der Bundesgerichtshof hat sich anhand eines Unfallschadens in Höhe von etwa 715 Euro brutto  mit der Frage nach dem Recht auf ein Schadengutachten befasst. In diesem Fall war ein Kind mit einem Fahrrad gegen eine Autotür gekippt (BGH, Urteil vom 30.11.2004, Az. VI ZR 365/03). Daher sollten Sie, wenn Sie vor haben, einem Gutachter zu beauftragen, mit diesem vorab klären, ob der Schaden die Bagatellgrenze überschreitet oder nicht.