Anklage

Liegt eine Anklageschrift vor, ist die Staatsanwaltschaft  aufgrund der Beweislage zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verurteilung wahrscheinlich ist. 

Die Anklage wird Ihnen zugestellt und Sie haben Zeit zur Stellungnahme.
Da es vorkommt, dass die Staatsanwaltschaft die Beweislage falsch einschätzt, kann es durchaus erfolgversprechend sein, wenn der Verteidiger dem Gericht seine rechtliche Ansicht mitteilt. Das Gericht muss  entscheiden, ob das Hauptverfahren überhaupt eröffnet werden soll und genau hierzu kann Stellung genommen werden. Es kann durchaus Sinn machen, einen Nichteröffnungsantrag zu stellen, mit dem Ergebnis, dass das Verfahren erst gar nicht gegen Sie eröffnet wird. Dies ist Rechtsanwalt Georgikeas einige Male gelungen. Allerdings muss dazu erwähnt werden, dass die generelle Zahl der Nichteröffnungsbeschlüsse eher gering ausfällt. Das liegt leider auch daran, dass Nichteröffnungsanträge von Rechtsanwälten nur selten gestellt werden. Daher ist die Statistik nicht unbedingt aussagekräftig. Mit einem Nichteröffnungsantrag zeigt man zumindest Verteidigungsbereitschaft und stellt jetzt bereits die problematischen Punkte vor.